Am 27.06.2008 findet in der Holzfachschule Bad Wildungen eine Fachtagung zum Thema "Qualitätssicherung als Wettbewerbsfaktor im Scheitholzmarkt" statt. Am 28.Juni steht dann in Bad Wildungen die Jahreshauptversammlung des Bundesverbandes Brennholzhandel und -produktion statt.
Die Energieholz-Fachtagung Qualitätssicherung als Wettbewerbsfaktor im Scheitholzmarkt wird kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und unterstützt durch folgende Kooperationspartner:
Inzwischen wird selbst geworbenes oder gewerblich aufbereitetes Brennholz auf vielfältige Weise an der Luft oder technisch getrocknet. Mit Hilfe der Richtlinie zur Messung und Bestimmung der Brennholzfeuchte und einem elektrischen Messgerät kann einfach festgestellt werden, ob das Brennholz trocken genug ist für die Verbrennung.
Die europäische Normung prEN 14961 über feste Biobrennstoffe –Brennstoffspezifikationen und –klassen ist eher außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung vollzogen worden. Dagegen streben der Bundesverband Brennholzhandel & ~produktion sowie die Gütegemeinschaft Brennholz e.V. jeweils ein eigenes Gütezeichen an, das zunächst im Scheitholzmarkt normativ und informativ für eine gewerbliche Vermarktung und zum Schutz der Verbraucher werben soll. Das Institut für Brennholztechnik ist in 2007 aus den Aktivitäten von Technologie-Transfer Holzwirtschaft (TTH) an der Holzfachschule Bad Wildungen e.V. hervorgegangen, Defizite im Holzenergiemarkt zu identifizieren, deren Lösung zu einem weitgehend durchgängigen und unbehinderten Marktgeschehen für Verbraucherschutz, Beschäftigung und regionale Wertschöpfung führen soll. Wenn Holz dezentral und effizient genutzt wird, gibt es Emissionsschutz und Umweltsensibilisierung gratis dazu, weil auch Holzenergie mittelfristig teuerer werden wird. Dann müssen noch mehr Anstrengungen unternommen werden, um so viel Energie wie möglich aus dem jetzt schon begrenzten Brennstoff zu nutzen.
Weder ist die konsequente Aufbereitung von Brennholz ein Forschungsthema der Hochschulen noch ist Brennholzmachen olympische Disziplin geworden. Tatsächlich wird der Scheitholzmarkt wertvoller je teurer Öl und Gas werden. Holz wird damit wieder zum strategischen Gut.
Einerseits ist es Wärmeenergieträger für eine Vielzahl an Selbstwerbern, die damit die Energieteuerung durch Eigenleistung kompensieren. Andererseits ist es Luxusgut für zahlungsfähige Verbraucher, die Kaminromantik erleben möchten. Inzwischen gibt es eine aufstrebende Zielgruppe an Verbrauchern, die mit Scheitholz sowohl Erlebnis als auch Wärmeunterstützung der Zentralheizung realisieren. Aus Kostengründen lassen diese sich mit nassem Scheitholz beliefern, weil sich die Möglichkeiten der natürlichen Trocknung herumgesprochen haben. Nicht wenige Brennholzproduzenten liefern nasses Scheitholz, weil das Geld schneller zurück fließt. Hier fehlte bislang eine Praxisanleitung zum Trocknen.
Teilnahmegebühr
75,00 € bei für Tagung, Mittagessen, Kaffee und Kuchen, Tagungsgetränke, Tagungsunterlagen, Exkursion und Prüfung des Holzfeuchte-Meßgerätes am Freitag, 27.06.2008. Die Kosten für Erfahrungsaustausch und Übernachtung tragen die Teilnehmer selbst.