Der Bundesverband Brennholzhandel und -produktion e. V. unterstützt die Holzfachschule bei der Durchführung einer Bedarfsanalyse und Machbarkeitsstudie zu Fort- und Weiterbildung für Beschäftigte in der Brennholzwirtschaft in Hessen. Ziel des Projektes ist es, anwendungsbezogene thematisch abgegrenzte Lehrgangskonzepte und Lernmaterialien für die Produktion und den Verkauf von Brennholz zu entwickeln und mit zehn abhängig beschäftigten Teilnehmern aus Brennholzbetrieben zu erproben. Themen können z. B. Arbeitssicherheit oder Trocknung oder Qualitätssicherung sein. Im ersten Schritt werden hierzu Adressen hessischer Brennholzbetriebe recherchiert und ein Fragebogen zum Status und Qualifizierungsbedarf der dort Beschäftigten erarbeitet.
Der Verband bittet daher die hessischen Brennholzbetriebe - gleich ob Mitgliedsbetrieb im Bundesverband Brennholzhandel und -produktion e. V. oder nicht - um rege Teilnahme an diesem Projekt.
Das Projekt wird aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und der Europäischen Union - Europäischer Sozialfonds - sowie aus Eigenmitteln der Holzfachschule finanziert.
Die Aufbereitung von Brennholz entwickelt sich aufgrund der zunehmenden Verknappung fossiler Energieträger rasant, flächendeckend und dezentral, aber ohne erkennbare Organisationsstrukturen, Berufsbildungsmaßnahmen und wirtschaftssystematische Identität dieser neuen Branche. Betriebe der Brennholzaufbereitung beschäftigen Menschen mit unterschiedlichen beruflichen Qualifikationen vorwiegen in Nebenbetrieben der Land-, Forst- und Holzwirtschaft, des Garten- und Landschaftsbaus und des Handwerks.
In 2005 wurden in Deutschland ca. 21,7 Mio. m³ (fm) Holzbrennstoffe in Privathaushalten verbraucht - Tendenz steigend. Davon entfielen 80,5% auf Scheitholz [Mantau, Sörgel, 2006]. Dies entspricht einem volkswirtschaftlichen Wert von ca. 4,5 Mrd. € gerechnet als Substitution von Erdöl mit 0,70 €/Liter. Durch Vermeidung fossiler Brennstoffimporte verbleiben davon mindestens 60% an nicht gezahlten Devisen in heimischen Regionen.
Holzbrennstoffe und Holzfeuerungstechnik müssen für eine effiziente und emissionsarme Wärmeerzeugung aufeinander abgestimmt sein. Durch angewandte Forschung und Entwicklung in der Brennholztechnik kann Scheitholz natürlich und technisch getrocknet und die Holzfeuchte einfach und hinreichend genaue ermittelt werden. Durch Vermittlung und Umsetzung von Erkenntnissen zur Herstellung definierter Holzbrennstoffe kann die Wettbewerbsfähigkeit von Beschäftigten und Betrieben in der Brennholzwirtschaft erhöht, regionale Holzenergiemärkte institutionalisiert und Brennholz effizienter und emissionsärmer für die Wärmeerzeugung eingesetzt werden.
Der entsprechende Download dazu steht in Kürze auf den Internetseiten des Verbandes www.bundesverband-brennholz.de zur Verfügung.