Die Bundesregierung will die Nutzung nachwachsender Rohstoffe offensiver fördern und den Anteil von Brennholz & Co.beim Primärenergieverbrauch erhöhen.
Das Bundeskabinett hat den von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel vorgelegten Umweltbericht 2006 verabschiedet und darin ein recht deutliches Bekenntnis zu mehr Engagement um nachwachsende Rohstoffe festgelegt. Einen immer größeren Anteil an der Energieversorgung in Deutschland haben die erneuerbaren Energien. Beim Primärenergieverbrauch liegen sie mit 4,6 Prozent über dem Ziel von 4 Prozent, das sich die Bundesregierung für das Jahr 2010 gesetzt hatte.
Auch die Energieproduktivität ist stark gestiegen. "Energieverbrauchsanstieg und Wirtschaftswachstum sind in Deutschland weitgehend entkoppelt", heißt es im Bericht. Die Bundesregierung bekennt sich zum Ausbau der erneuerbaren Energien, wie aus der nahezu Verdopplung der Fördergelder für erneuerbare Energien hervorgeht - auf 83 Mio. Euro für das Jahr 2007. Deutlich steigen soll der Anteil nachwachsender Rohstoffe bei der Energieerzeugung und bei den Kraftstoffen. Experten sehen in der Förderpolitik der Regierung nicht nur das Heil, sondern auch die Nachteile - die Subventionierung z.B. von Biomassekraftwerken und der Sicherung von deren Versorgungssituation ist aktuell mit verantwortlich für den hohen Rohholzpreis.