Brennholz wird knapp

Die Nachfrage nach Brennholz hat die Forstreviere in allen Regionen Deutschlands deutlich an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht. Das Problem ist gleichzeitig die große Stärke der deutschen Forstwirtschaft: Es kann nur so viel eingeschlagen werden wie auch nachwächst. Diese Nachhaltigkeit setzt den Liefermöglichkeiten der deutschen Forstämter deutliche Grenzen auf. Folge für den Brennholzholzhandel wird sein, dass nach dem Start der "Heizperiode" die Brennholznachfrage extremer als in den Vorjahren ansteigen wird, da viele Anfragen nach Brennholz für private Selbstwerber im Frühjahr nicht oder nicht im gewünschten Umfang erfüllt werden konnten.

Viele Forstämter bekommen auch zunehmende Probleme mit immer mehr Menschen, die ihr Holz selbst im Wald aufbereiten möchten. Selbst wann dazu die notwendige Ausbildung - also ein so genannter Sägeschein - nachgewiesen kann und vorschriftsmäßiges Werkzeug und Sicherheitskleidung verwendet wird, bleibt der private Selbstwerber im öffentlichen Forst ein nicht immer gern gesehende Gast. Eigentlich sind Waldwege für den öffentlichen Verkehr nicht zugelassen.

Der Boom hält an, auch wenn die Preise für "Brennholz aus dem Wald" mittlweile tüchtig angezogen haben. 30 - 40 Euro für den noch nicht aufgearbeiteten Raummeter Brennholz ist in deutschen Forstrevieren ein durchaus üblicher Preis für Buchenholz oder Eichenholz. Fichte ist noch günstiger zu haben, bleibt aber immer noch ein eher "unbeliebtes Brennholz".

Dieses so genannte Polterholz wird professionell von der Forstmaschine an die Waldstraße gerückt, wo es geschnitten und aufgeladen werden kann. Die Händler der Brennholzhändlergemeinschaft brennholz-deutschland.de empfehlen, Brennholz beim Brennholzhändler nicht auf den letzten Drücker zu bestellen. Eine Korrektur des aktuell sehr hohen Preisniveaus nach unten ist in diesem Jahr nicht mehr zu erwarten.

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