Brennholz wird in der Schweiz zum Luxusobjekt
Brennholzhändler in Grenznähe werden in den letzten Wochen immer öfter mit Brennholz-Anfragen aus der Schweiz konfrontiert. Erst hat man das für ein kurzfristig auftauchendes Phänomen gehalten, aber mittlerweile mehren sich die Anfragen. Wir haben mal einen Blick über die Grenze gewagt und haben Erstaunliches über den Schweizer Brennholz-Markt und skurrile Grenzerfahrungen recherchiert.
In der Schweiz zahlt man beim offiziellen Brennholzhändler bis zu 300 Franken für einen Raummeter Holz und laut Nachfrage bei einigen Branchenkennern ist das noch nicht das Ende der Preis-Fahnenstange: "Brennholz ist in der Schweiz ein absoluter Luxusartikel geworden, der zum Heizen quasi gar nicht mehr in Betracht kommt!" Für Schweizer in Grenznähe besteht aber das Problem, dass man nicht so ganz einfach in Deutschland einkaufen kann, da die Schweiz ja nicht zur EU gehört.
Für deutsche Händler ist es einfach zu problematisch, offiziell mit der Schweiz zu handeln, da die organisatorischen Hürden sehr hoch sind. Aktuell bahnen sich erste Geschäfte an, bei denen sich Schweizer Kunde und deutscher Händler auf der deutschen Seite treffen. Das Holz wird von dem einen Anhänger auf den anderen umgeladen, der Händler in Euro bezahlt. So funktioniert der neue Energiemarkt in Zeiten eines starken Franken und zunehmender Ressourcenknappheit.